Kündigungen, Verunsicherung, Mitarbeiter: Warum jetzt starke interne Markenkommunikation zählt

In vielen Unternehmen standen im vergangenen Jahr Kündigungen im Raum – manche mussten Personal abbauen, andere nicht. Doch eines beobachten wir überall: eine wachsende Verunsicherung der Mitarbeiter. Selbst Teams, die stabil aufgestellt sind, spüren die Unsicherheit aus Medien, Schlagzeilen und Gesprächen „da draußen“. Für viele Führungskräfte ist das inzwischen wie ein feiner Nebel, der sich durch Meetings, Kaffeeküchen und Projektgespräche zieht.

Unternehmer und Geschäftsführer sagen selbst: „Diese kollektive Verunsicherung – die spüren wir auch. Obwohl wir niemanden gekündigt haben, ist die Stimmung manchmal angespannt.“

Genau das ist der Moment, in dem interne Markenkommunikation und partizipative Zusammenarbeit nicht nice-to-have, sondern essenzielle Führungsarbeit werden.

Das erwartet dich im Artikel

Warum die Unsicherheit trotz stabiler Lage bleibt

Manche Mitarbeitende haben innerlich schon einen Fluchtplan – nicht, weil sie unzufrieden sind, sondern weil sie das Vertrauen in Sicherheit verloren haben. Deshalb:

Der Vertrauensverlust sitzt tiefer, als viele denken

Es ist also nicht die Realität im eigenen Betrieb, die Sorgen auslöst, sondern die allgemeine Stimmung im Arbeitsmarkt. Genau das macht das Thema so heikel – und so wichtig.

Viele Geschäftsführungen – besonders im technisch- oder projektgetriebenen Umfeld – sind stark im Organisieren, Planen, Abwickeln. Aber:

Emotionale Stabilität zu vermitteln ist eine andere Disziplin.

Und ja, es ist gerade „ein bisschen schwierig“. Denn wenn Führungskräfte selbst nicht wissen, wie stabil die Außeneinflüsse bleiben, fällt es umso schwerer, Halt zu geben. Doch genau das wird jetzt gebraucht.

Interne Kommunikation wirkt nur, wenn sie echt ist

Partizipation statt Alibi-Kommunikation

Interne Kommunikation scheitert häufig daran, dass sie wie eine Pflichtübung wirkt: sterile Newsletter, reine Top-down-Informationen oder Gesprächsleitfäden, die mehr nach Formalität als nach Dialog aussehen.

Was Vertrauen schafft:

1. Mitarbeitergespräche auf Augenhöhe

  • keine Checklisten „zum Abhaken“
  • echte Fragen: Wie geht’s dir? Wo stehst du? Was brauchst du?
  • Raum für Emotionen, nicht nur Fakten.
    Hier beginnt Beziehung. 🚀

2. Mitarbeiterumfragen mit echtem Follow-up

Viele Unternehmen fragen, aber handeln nicht.

Erfolgsregel:
Fragen → auswerten → transparent kommunizieren → konkrete Maßnahmen setzen.

So entsteht Glaubwürdigkeit.

3. Neue Medien & Tools sinnvoll einsetzen

Ein schlichter Teams-Channel kann Wunder wirken, wenn:

  • Mitarbeitende Fragen rund um Kultur/Werte stellen können
  • Führungskräfte (!) antworten
  • Entscheidungen erklärt werden
  • auch unangenehme Themen Platz haben

Je sichtbarer die Geschäftsführung, desto stärker das Vertrauen.

4. Teamentwicklung & Werte-Arbeit

Strategische Teamentwicklung, Werte-Workshops oder kreative Klausuren:

  • verbinden
  • schaffen Orientierung
  • geben Mitarbeitenden das Gefühl: „Ich kann gestalten.“

Und ja, das ist viel wirksamer als jede Hochglanzpräsentation.

In unserem Bereich Brand Culture & People unterstützen wir Führungsteams genau dabei – partizipative Kommunikation zu etablieren, die nicht wie eine Alibi-Maßnahme wirkt. 

Co-kreative Zusammenarbeit: Das Gegenmittel zur Verunsicherung

Co-kreative Zusammenarbeit entsteht dort, wo Menschen einander mit echter Offenheit begegnen. Es geht darum, Unterschiede nicht als Störung, sondern als wertvolle Ressource zu sehen. Verschiedenartigkeit wird gefeiert, nicht nur toleriert. Jede Perspektive bekommt Raum, weil sie das Ganze bereichert.

In der Praxis heißt das: Führungskräfte und Mitarbeitende arbeiten nicht gegeneinander und nicht nur nebeneinander, sondern bewusst miteinander. Entscheidungen werden nicht per Machtwort durchgesetzt, sondern durch Dialog, gemeinsame Reflexion und nachhaltige Vereinbarungen.

So entsteht ein Klima, in dem Innovation, Vertrauen und Verantwortung wachsen können – völlig ohne großen Verwaltungsakt, aber mit großer Wirkung.

„So ist es halt und so machen wir das!“ ist ein Satz der schlichtweg ausgedient hat. Wer eine Commitment-Kultur will, muss zuerst selbst Commitment zeigen:

  • offen für andere Meinungen
  • Entscheidungen erklären
  • Fehler zugeben (und aus ihnen lernen)
  • Verantwortung teilen

Kommunikation unterstützt diese Haltung – sie kann sie aber nicht ersetzen.

Bewährte Formate für echte Co-Kreation

  • Workshops zu Strategie, Vision & Werten
  • regelmäßige, kurze Team-Dialogformate (max. 45 Minuten)
  • Feedbackrunden mit klar definierter Spielregel „konstruktiv, konkret, respektvoll“
  • Konfliktgespräche mit Techniken der gewaltfreien Kommunikation
  • Schulungen für Führungskräfte – denn Verunsicherung im Team beginnt oft bei Unsicherheit im Leadership

Interne Markenkommunikation: Was bedeutet das konkret?

Kein Marketing-Thema sondern Führungsinstrument.

Eine starke Marke gibt Halt – intern wie extern. Und sie entsteht nicht durch Broschüren, sondern durch gemeinsame Klarheit:

Zentrale Fragen für die interne Markenarbeit

  • Wer sind wir als Unternehmen – wirklich?
  • Wie wollen wir sein – für Kunden, Lieferanten, Mitarbeitende, Umwelt?
  • Welche Werte leiten uns – nicht nur theoretisch, sondern im Alltag?
  • Wofür stehen wir, vorallem dann wenn es schwierig wird?

Diese Fragen gehören in co-kreative Prozesse, moderiert durch externe Begleitung.

Warum extern?

  • interne Teams haben Blind Spots
  • HR oder Marketing spricht heikle Themen oft nicht offen aus
  • Mitarbeitende fürchten Image- oder Job-Risiken
  • Führungskräfte hören von Externen leichter kritisches Feedback
Die externe Perspektive ermöglicht ehrliche Standortbestimmung und ist die Basis für glaubwürdige Markenkommunikation.

Verrmeide diese typischen Fehler in deiner Markenkommunikation

Fehler 1: Nichts tun!

Der größte Irrtum ist zu glauben: „Das wird sich schon wieder einpendeln.“
Tut es nicht.
Unsicherheit wächst, wenn man sie nicht adressiert.

Fehler 2: Kommunikation nur als Information sehen

Top-down-Kommunikation ohne Dialog ≠ Vertrauen.
Dialog schafft Beziehung. Beziehung schafft Sicherheit.

Fehler 3: Interne Kommunikation „nebenbei“ erledigen lassen

Der Flurfunk ersetzt keine professionelle interne Kommunikation.
Wo nicht bewusst gestaltet wird, füllt das Gerüchte-System die Lücke.

Fehler 4: Versprechen machen, aber nicht leben

Die Marke muss im Alltag spürbar sein. Sonst verliert man Vertrauen – und genau das ist jetzt das wertvollste Gut.

Gerade jetzt braucht es starke Kommunikation und eine mutige Marke

Kündigungen, Verunsicherung, Mitarbeiter – diese Themen werden uns noch länger begleiten. Umso wichtiger ist es jetzt, Orientierung zu schaffen und Vertrauen aufzubauen. Denn Mitarbeitende, die mitgestalten dürfen, haben weniger Angst vor Veränderung. Und Unternehmen, die klar kommunizieren, sind besser aufgestellt – nach innen wie nach außen.

Mit GREATVIBES unterstütze ich Unternehmen dabei, Orientierung, Identität und eine Kultur des Miteinanders in eine glaubwürdige Kommunikation zu übersetzen – damit Führung und Teams nicht nur funktionieren, sondern wirklich miteinander wachsen.

Melde dich gerne, wenn du dir vorstellen kannst, dieses Thema bei euch aktiv anzupacken.

Portraitfoto Sonja
Strichillustration Frau mit kreativen Ideen

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